Belegstelle Puan Klent


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Anerkannte Inselbelegstelle Puan Klent / Sylt

Nach dem Gesetz zur Förderung der Bienenhaltung wurde am 17.September 1958 (GVOBI. Schleswig-Holstein, Seite 285) die Zuchtstation Puan Klent zum Schutzgebiet für die Anpaarung von Bienenköniginnen erklärt. 1974 wurde durch das Gesetz (GVOBI. Schleswig-Holstein Seite 453) eine Erweiterung des Schutzgebietes vorgenommen.

Der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Schleswig-Holstein
Seit der Gründung 1950 ist die Zuchtstation eine reine Peschetz-Belegstelle.

Schutzgebiet

Die Inselbelegstelle Puan Klent liegt auf der Südhälfte der Insel Sylt, in diesem vegetativarmen Gebiet lässt sich eine normale Bienenhaltung nicht durchführen. Die aufgestellten Gattenvölker müssen deshalb ständig mittels einer Einwabenfuttertasche gefüttert werden.
Das Schutzgebiet der Belegstelle schließt die Gemeinden Hörnum im Süden und Rantum im Norden mit ein. Somit besteht für die Belegstelle ein Radius von über 10 Km als Schutzzone. Innerhalb dieser Zone ist jede Form der Bienenhaltung untersagt. Verstöße werden nach § 3 des Gesetzes zur Förderung der Bienenhaltung geahndet.
Der Imkerverein Westerland/Sylt (Mitglied in der NPZ e.V.) achtet auf die Einhaltung des Wanderverbots in dem Schutzgebiet.

Eigentümer

Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. kaufte 1964  das unter Naturschutz stehende Flurstück 9/2 von der Bundesrepublik Deutschland (Finanzverwaltung – Kiel). Die Grundstücksgröße beträgt 12 079 m²

Lage

Die Inselbelegstelle Puan Klent liegt zwischen den Ortschaften Rantrum und Hörnum. In direkter Nachbarschaft befindet sich das Hamburger Jugenderholungsheim „Puan Klent“. Die Anfahrt erfolgt über die Zufahrt des Jugenderholungsheimes links über den ersten Besucherparkplatz, dann folgt man einem einspurigen Sandweg bis zur Zuchtstation.

Die Belegstelle liegt in einem Dünental umgeben von einer reinen Dünenlandschaft.  Die beiden Holzgebäude schmiegen sich mit dem Gattenvölkerunterstand  an eine von Nord nach Süd verlaufenden Dünenwelle landschaftsunauffällig an. Es ist auch ein natürlicher Schutz vor den gelegentlich stürmischen Westwinden. Die Ausflugrichtung der Gattenvölker ist nach Osten zur Wattseite gerichtet. Auch im Nordosten begrenzt eine Dünenerhebung die Zuchtstation sichelförmig. Die Belegstelle weist in ihrem Inneren einen in mehrere Zonen aufgeteilten Kiefernbestand auf. Dieser dient zum einen als natürlicher Windschutz und zum anderen als Orientierungshilfe für Königinnen, Drohnen und Bienen.